SPD Ortsverein Huchting-Grolland

Beirat Huchting diskutiert Polizeireform und Recyclingstation

Aktuelle Meldung

Am Montag war die Aula der Roland-zu-Bremen-Oberschule voll besetzt. Viele Bürger aus Huchting und Grolland wollten wissen, wie es weitergeht mit ihrer Polizeiwache und der Recyclingstation Wardamm. Die SPD-Vertreter im Beirat machten in ihren Anträgen deutlich, dass sie sich für die Sicherheit im Stadtteil und den Erhalt der Recyclingstation einsetzen.

Zum Thema Polizeireform war Innensenator Ulrich Mäurer gekommen. Die SPD-Vertreter im Beirat machten in ihrem Antrag deutlich, dass sie eine Polizeireform zur effektiven Bündelung der Kräfte grundsätzlich begrüßen, gaben dem Senator aber einige entscheidenden Forderungen für die Sicherheit im Stadtteil Huchting mit auf den Weg: Um bürgernahe Polizeiarbeit zu gewährlisten sollen die bestehenden vier KOP-Stellen erhalten und zeitnah nachbesetzt werden und drei weitere entstehen. Die örtlichen Polizeireviere sollen erhalten bleiben, damit die Bürgerinnen und Bürger auch künftig kompetente Ansprechpartner für ihre Anliegen wie z.B. Verkehrssachbearbeitung und Anzeigenaufnahmen haben. Es soll ausreichend Streifenwagen geben, die in Huchting zügig zum Einsatz kommen können. Gefordert werden auch zentrale Schwerpunktmaßnahmen, z.B. zur Bekämpfung von Wohnungseinbruchsdiebstahl in Huchting.

Der zweite Tagesordnungspunkt, die angekündigte Schließung der Recyclingstation Wardamm, erregte die Gemüter. SPD-Beiratssprecher Falko Bries kritisierte, dass der Beirat von dieser Entscheidung der senatorischen Behörde aus der Presse erfahren musste. Dies sei eine eklatante Missachtung des Stadtteilparlaments. Die SPD fordert, die Recycling-Station am Wardamm zu erhalten. Zur Diskussion mit Beirat und Bürgern waren Insa Nanninga und Thomas Katzke vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr zur Sitzung gekommen. Sie argumentierten, gemessen an den Einwohnerzahlen, sei der Stadtteil Huchting mit zwei Recycling-Stationen im Vergleich zu anderen Stadtteilen überversorgt. Die SPD kritisiert diese Zahlen als nicht aussagekräftig und intransparent. U.a. müsse der festgestellte Sanierungsbedarf am Wardamm zunächst genau ermittelt werden. Auch die Bevölkerungsstruktur spiele eine Rolle, das Durchschnittsalter der Menschen, die Zahl älterer Alleinstehender, die keine Hilfe beim Abtransport ihres Grünschnitts haben sowie die Frage, wieviele Menschen derzeit ihre Gartenabfälle mit dem Fahrrad oder der Schubkarre befördern, weil sie sich kein Auto und keinen Gärtner leisten können. Huchting als grüner Stadtteil mit den rund um den Wardamm liegenden sieben Kleingartengebieten sei auf den Erhalt dieser Recyclingstation angewiesen. Ferner sei bei der vorschnellen Entscheidung, den Wardamm zu schließen, überhaupt nicht berücksichtigt worden, dass die kleine Station an der Obervielander Straße mit ihrer engen Zufahrt mitten im Wohngebiet keine weiteren 30.000 Nutzer aufnehmen könne.